Führhundhalter kommen zu Wort

Silke und Zan, und ein kleines bisschen Julchen


Im Januar 2010 kam für mich einganz schwarzer Tag! Nach längerer Krankheit stand es fest; meine „Super-Hündin“ Julchen darf nicht mehr arbeiten. Wir waren seit 2003 das „perfekte Gespann“. Da stimmte alles zwischen uns.

Großen Anteil an unserm Glück trug Gerlinde, die mir im Februar 2003 die Vorzüge des Australian-Shepherds so gut anpries, dass ich in Sekundenschnelle mein Herz an diese süße Schmusebacke verloren hatte. Sie bereicherte unser Leben und gab mir viel Mobilität und Sicherheit zurück.

Dies sollte nun zu Ende sein.

Gut, sie wird auf jeden Fall bei uns gaaaanz alt und ich werde ihr eine tolle Rentenzeit bereiten. Das war unserer ganzen Familie klar.Aber, ich brauche doch Ersatz! Gibt es überhaupt noch einmal so einen tollen Hund? Auf gar keinen Fall sollte das so was „Normales“ sein. Bin da ja nun etwas anspruchsvoll! Also, wenn schon kein Sheperd, dann aber mindestens ein weißer Schäferhund. Muss ja meinem Ruf gerecht werden, immer was „Besonders“ haben zu wollen.
Beim Besuch in Hemer stürzten so viele tolle Hunde freudig auf uns zu…Aber nur ein weißer Schäfer, der dann noch der Hausherrin gehört.
Gut, dann werden mal die Ansprüche überdacht!
Ich brauche einen tollen Hund, der unserem Familienstress und der großen Stadt „Berlin“ gewachsen ist. Die Wahl fiel Seitens Gerlinde auf „Zan“ den schwarzen Labby. Oh, nein, warum ich? Ich will keine Freßmaschine. Aber, es kam alles anders.
In meiner Not wurde ich schnell, sehr vernünftig und verliebte mich in diesen Wirbelwind. Quatsch, Labby sind Staubsauger. Kann ja gar nicht sein!
Und Gerlinde behielt, wie sollte es anders sein, recht!
Die Einarbeit war im Gegensatz zur ersten mit Julchen, entspannt und versprach wirklichgut zu verlaufen. Wir kamen, natürlich immer mal wieder mit kleinen Rückschritten, gut zum Ziel. Beim zweiten Hund, so kam es mir vor, war meine Einstellung und auch mein Anspruch an den Vierbeiner deutlich realistischer. Außerdem unterscheiden sich Jule und Zan so stark von einander, dass man sie gar nicht vergleichen kann. Und das ist auch gut so!
In der Einarbeit wurde ich schnell der größte Fan meines neuen Hundes. Wesenstark und vollkommen sicher in allen Lebenslagen. Manchmal auch so sicher, dass andere Hunde deutlich spannender waren, als das Frauchen, dass hinten am Führgeschirr hing. Diese kleinen Meinungsverschiedenheiten (Kommunikation ist alles!) wurden professionell durch Gerlinde geklärt.

Und so war es klar. Wir haben unsere Gespannprüfung gut bestanden und ich gebe den „Schwarzen“ nie wieder her.

Liebe Gerlinde, vielen Dank für deine tolle Arbeit, dein liebenswertes und fröhliches Wesen. Du warst schon bald mehr, als nur eine Führhundtrainerin für mich.
Bleib wie du bist und  sammel’ immer wieder Kraft, damit du lange so weiter machen kannst

Wir vergessen die schöne und intensive Zeit nicht.
Silke, Zanny und Julchen

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